Das Wort "Pfui!"
Bei der Erziehung Ihres Hundes sind es vor allem zwei Wörter, die Sie immer wieder und mehr als alle anderen verwenden müssen. Das erste Wort ist der Name Ihres Welpen. Loben Sie ihn, wenn er erwidert und zu Ihnen kommt. Das zweite Wort, das er lernen muss, ist „Pfui". Das Wort „Pfui" bedeutet „Hör mit dem auf, was Du gerade tust." Es ist vielleicht unterhaltsam, einem heranwachsenden Welpen dabei zuzusehen wie er an einem alten Hausschuh herumbeißt, aber es ist sicherlich weniger unterhaltsam, wenn er, auf dreifache Größe herangewachsen, an Ihren besten Schuhen herumbeißt. Wenn Ihr Welpe etwas in sein Maul nimmt, was er nicht sollte, sagen Sie „Pfui" und geben Sie ihm sein eigenes Spielzeug zum herumkauen.
Anspringen abgewöhnen
Ein weiteres Verhalten, dass Sie Ihrem Welpen abgewöhnen müssen, ist es, andere Menschen zur Begrüßung anzuspringen, da die meisten Ihrer Freunde davon wahrscheinlich weniger begeistert wären. Sie werden dieses Verhalten als besonders lästig empfinden, wenn Ihr Hund größer wird und mit seinen dreckigen Pfoten ihre Kleidung beschmutzt. Greifen Sie rechtzeitig ein, bevor schlechte Sitten zur Gewohnheit werden. Wenn Ihr Hund Leute anspringt, ist es besser, wenn Sie ihn ignorieren, als wenn Sie ihm Ihre Aufmerksamkeit schenken. Loben Sie Ihren Hund, wenn er alle vier Pfoten am Boden hat.
Spaß am Lernen
Halten Sie die Lektionen kurz - etwa fünf Minuten - aber wiederholen Sie sie jeden Tag. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Welpe Spaß am Lernen hat. Benutzen Sie für die Befehle kurze Wörter, deren Klang sich deutlich voneinander unterscheidet, wie „Fuß", „Sitz", „Steh" und „Komm".
Sozialisierung
Die Sozialisierung ist ein weiterer wichtiger Teil der Welpenausbildung. Denken Sie nur an all die Situationen und Umgebungen, in denen sich Ihr Hund wohlfühlen muss - wie etwa Autofahrten, Treffen mit dem Briefträger oder Kontakt mit Kindern, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ihr Grundziel ist es, Ihren Welpen auf alle Eventualitäten vorzubereiten, so dass er allem und jedem Neuen eher mit Neugierde als mit Furcht oder Aggression begegnet. Machen Sie Ihren Welpen nach und nach mit den verschiedenen optischen und akustischen Eindrücken vertraut, und lassen Sie ihm die Möglichkeit, Dinge selber zu erkunden und zu erlernen. Ihr Hund muss sich unbedingt in der Gegenwart von Menschen und Kindern wohlfühlen. Stellen Sie ihn also jeder Menge an verschiedenen Menschen vor. Sie können dies mit einigen Grundregeln verbinden, indem Sie ihm etwa beibringen, sich zu setzen, bevor jemand ihm einen Leckerbissen gibt. Dies hält ihn davon ab, fremde Leute anzuspringen.
Umgang mit anderen Hunden
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Ihr Hund lernt, sich anderen Hunden gegenüber korrekt zu verhalten. Wie alle jungen Tiere lieben auch Welpen es zu spielen und Spiele sind ein wichtiger Teil in der Entwicklung eines Hundes. Durch das Spiel lernen sie das Verhalten nicht zu beißen. In ihrem natürlichen Spiel lernen Welpen sehr schnell, dass Geschwister oder ausgewachsene Hunde es nicht tolerieren, wenn sie mit scharfen Zähnen an den Ohren oder am Nacken gezerrt werden. „Beißt" ein Welpe einen anderen Hund zu fest, wird er dafür sofort gerügt werden. Ein Welpe lernt sehr schnell, die Stärke seines „Bisses" zu verringern und er wird beim Spiel mit anderen Hunden nicht mehr zu fest zubeißen.
Geduld und Selbstdisziplin
Erziehung und Sozialisierung verlangen vom Hundebesitzer Geduld und Selbstdisziplin, aber es sollte nicht zu schwierig sein, mit einem ausgelassenen, energiegeladenen Welpen zu arbeiten. Und schneller, als Sie sich versehen, wird Ihr Welpe zum bravsten Hund in Ihrem Häuserblock werden!